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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

  • canadaydream
  • Sep 29, 2016
  • 3 min read

Am Donnerstag war der große Tag also gekommen: Mein erster Arbeitsstag hier in Kanada. So musste ich in den sauren Apfel beißen und um 5 Uhr aufstehen, um dann danach mit meinem Chef für die nächsten Tage nach Tsawwassen zu fahren, einem Ort südlich von Vancouver nur 5 Minuten von der amerikanischen Grenze entfernt! In diesem Ort wird eine gigantische Mall gebaut, und gigantisch ist hier keine Übertreibung! Um von einer Seite der Mall zur anderen zu gelangen benötigt man zu Fuß locker eine ganze Stunde! So kam es auch, dass ich an diesem Tag über 20 km gelaufen bin, während ich viele zukünftige Läden aufräumte und fegte. Anfang Oktober soll diese Mall eröffnet werden, was einem als Arbeiter dort einfach lächerlich erscheint, denn es ist eigentlich nichts auch nur annähernd fertig. Lustig ist auch der extreme Baupfusch, den es hier an allen Ecken gibt: der Höhepunkt des Ganzen sind alle Toiletten, denn hier wurden die Waschbecken so eingebaut, dass sich die Türen nicht schließen lassen. Einfach unglaublich, dass dies niemand bemerkt hat, nachdem es beim ersten Klo verpfuscht wurde!

Der zweite und auch schon letzte Arbeitstag in Tsawwassen gestaltete sich ähnlich, mit dem Unterschied, dass die letzte Stunde nur noch aus herumlaufen und beschäftigt aussehen bestand, weil es für mich nichts mehr zu tun gab. Noch auf Arbeit erhielt ich bereits die Zusage für die nächste Baustelle am folgenden Tag, ein freies Wochenende würde es für mich also nicht geben.

Am Samstag begann der Arbeitstag zu etwas humaneren Zeiten um 8 Uhr in Downtown. Hier wird ein Appartmentkomplex gebaut und für mich hieß es wieder einmal: den ganzen Tag stur aufräumen und fegen im 49. und 50. Stockwerk. Jedoch hatte ich diesmal etwas, was das ganze viel erträglicher machte, aber seht selbst:

Auf dieser Baustelle machte mir der Chef plötzlich das Angebot, dass ich doch für einen Monat oder auch länger hier arbeiten könnte. Völlig verdutzt nahm ich dieses an, mit Gedanken bei der Aussicht, die ich von nun an wohl öfter zu Gesicht bekommen würde.

Der Sonntag war dann erstmal ein freier Tag, den ich für einen Ausflug zur Horseshoe Bay und nach Bowen Island nutze. Der Weg dahin war etwas umständlich, zuerst Bus, dann Skytrain und dann wieder Bus über die berühmte Lions Gate Bridge, die ich bisher nur von der Ferne zu Gesicht bekommen hatte.

Horseshoe Bay ist ein beschauliches Örtchen in West Vancouver, was aber außer dem Fähranleger mit Verbindung zu verschiedenen Inseln nicht viel zu bieten hat. So ging es nach einer kurzen Kaffeepause auch gleich weiter mit der Fähre nach Bowen Island. Die Fahrt dauerte 20 Minuten und bot einen bombastischen Blick über den Pazifik und die nahegelegenen Inseln bei strahlendem Sonnenschein. Sogar Robben konnte ich von der Ferne aus beobachten! Einmal auf der Insel angekommen, musste erst einmal Rat vom Touristen-Zentrum her, denn es gab einfach zu viele Wanderungen und Attraktionen zur Auswahl. Schlussendlich entschied ich mich dann für eine Wanderung um die Seen der Insel, für die ich insgesamt ungefähr drei Stunden benötigte, dabei aber zahlreiche Stopps einlegte um Fotos zu machen oder auch einfach einmal die Seele an diesem wunderschönen Ort baumeln zu lassen. Der einfache Wanderweg führte mich durch Wälder mit gigantischen Bäumen und manchmal auch an den Seen entlang und das alles bei blendendem Wetter. Aber seht selbst!

Die nächste Woche verlief sehr unspektakulär mit Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit. Hier gibt es also nichts Spektakuläres zu erzählen, außer, dass die Arbeit langweilig, aber die Kollegen richtig cool und nett sind und dadurch das Ganze erträglich machen.

 
 
 
 
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