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Der Beginn des Abenteuers in einer der schönsten Städte der Welt

Am Mittwoch war es endlich so weit: mit dem Flug von Frankfurt sollte mein großes

Abenteuer beginnen. Zuvor hieß es am Dienstag jedoch: ab in den Zug nach Frankfurt. Auf diesem Weg begleitete mich auch noch meine Mutti und wir verbrachten eine Nacht im Hostel, um dann früh zeitig genug zum Flughafen aufzubrechen.

Nach ein paar Problemchen beim Einchecken musste ich mich aber dann auch von ihr mit dem Vergießen einiger Tränen verabschieden.

​Nach 10 eigentlich ereignislosen Stunden, die jedoch mit wunderschönen Ausblicken, besonders über Grönland und den Rockies aufgehellt wurden, kamen wir endlich am Vancouver International Airport an. Dort hatten wir jedoch noch längst nicht alles geschafft. Zuerst durch zahlreiche Passkontrollen und dann auch noch zur Immigration, bei der wir einige Stunden anstehen mussten, um endlich unser Work Permit zu erhalten. Wenigstens kontrollierte nach all dieser Wartezeit niemand unsere Nachweise von Versicherung und Finanzen, so dass wir, einmal an der Reihe, unser Permit fast sofort in den Händen hielten.

Nachdem wir den Flughafen endlich verlassen konnten, realisierte ich erst einmal, wo ich nun wirklich und wahrhaftig war: Vancouver – Neue Stadt, neues Land, neuer Kontinent; Neues Glück?

Zumindest unser abendlicher Ausflug zur nahe an unserem Hostel gelegenen English Bay ließ ganz danach verlauten. Wir kamen genau pünktlich zum Sonnenuntergang an und gönnten uns auch noch leckere Burger mit Pommes direkt am Strand. Und obwohl wir alle schon mehr als 24 Stunden wach waren, konnte man in diesem perfekten Moment die grenzenlose Erschöpfung kurz vergessen.

Nach einem kurzen Spaziergang durch die schönen Straßen des West End, in dem sich viele Cafés und Bars an einem Fleck befinden, wurde die Müdigkeit allerdings für uns alle spürbar. So gingen wir zurück zum Hostel und fielen in unsere Betten.

Um 6 allerdings hieß es schon wieder aufwachen, denn der Wecker einer unserer Zimmerbewohnerinnen klingelte lautstark. Wir fühlten uns ausgeschlafen und beschlossen, auch einfach aufzustehen – was sich im Verlaufe des Tages als Fehler erweisen sollte.

Vor uns lag ein langer Tag, mit Seminaren und Informationen rund um Kanada, Vancouver und das Leben hier. Wir eröffneten alle einen Bankaccount und unternahmen den Versuch, eine kanadische Telefonnummer zu bekommen, was hier gar nicht so einfach, und vor allem teuer, ist. Da ich mit meinen 18 Jahren hier in British Columbia noch als minderjährig gelte, sind die Telefonpreise unglaublich hoch und starten bei $45. Schockiert verließen wir erst einmal den Telefonladen, um uns das noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen. So eine monatliche Rechnung ist für einen armen Work and Traveller schon ganz schön gewaltig.

Eine weitere, und vielleicht sogar die größte, Challenge für uns ist das finden eines Wohnraumes. Da wir am Samstag unser Hostel verlassen müssen, weil eine Verlängerung dort nicht möglich war, suchten wir nach anderen Möglichkeiten zum Übernachten. Wir waren erschrocken, wie schwierig es ist, über das Wochenende eine Unterkunft zu finden. So blieb uns nur noch die Möglichkeit, ein paar Nächte in einer Airbnb ziemlich weit außerhalb der Stadt zu buchen. Zur Zeit sind wir außerdem auf der Suche nach einem Raum für eine längere Zeit, bisher erfolglos. Zu zweit etwas Bezahlbares und Stadtnahes zu finden scheint unmöglich, aber wir werden weiter suchen und hoffentlich bald etwas finden. Ohne festen Wohnraum ist leider auch die Jobsuche sinnlos, da man ja nicht weiß in welchem Stadtteil oder Suburb man landet.

Nach dieser ernüchternden Erfahrung entspannten wir dann am Nachmittag am English Bay Beach und genossen das wundervolle Wetter. Danach kochten wir uns Nudeln in der Hostelküche, die super gut ausgestattet ist. Nur leider fanden wir im überteuerten Supermarkt nichts, mit dem man eine gute Soße zubereiten kann und so schmeckte das Ganze nicht besonders gut.

Am Abend zeigt sich bei uns noch der Jetlag, denn um 9 sind wir immer alle völlig fertig. So gingen wir zeitig ins Bett und standen dafür heute früh um 7 auf, geweckt von unserer Zimmergenossin, die anscheinend ein Frühaufsteher ist.

Der heutige Tag startete mit einem weiteren Seminar rund um die Jobsuche. Nun sitze ich bei der Beantragung der kanadischen Sozialversicherungsnummer, wo die Wartezeit trotz Termin über eine Stunde beträgt. Morgen verlassen wir unser Hostel, das mir übrigens sehr gut gefällt. Hier trifft man auf Menschen aus aller Welt, die jedoch eine Sache gemeineam haben: alle sind total aufgeschlossen und freundlich und so tauschte man sich ständig aus über Herkunftsland und Reisepläne.

Während unseres Airbnb Aufenthalts müssen wir unbedingt uns weiterhin auf die Wohnungssuche konzentrieren, so dass wir hoffentlich bald etwas finden.

Bisher ist noch alles ziemlich stressig, das wird aber hoffentlich bald besser, damit wir dann Zeit haben, endlich die Stadt zu erkunden.

 
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