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Endlich (wieder) volljährig und die Anpassung ans kanadische Arbeitstempo

Nun war ich nach diesen ganzen Tagen ohne Arbeit also ziemlich im Geldverzug und so fing ich wieder an, bei Pristine Labour zu arbeiten. Den ersten Tag arbeitete ich mit einem anderen Deutschen zusammen in Downtown, doch wir hatten nicht viel zu tun und versuchten einfach, die Zeit so gut wie möglich rumzukriegen.

Für den nächsten Tag gab es aber anscheinend wieder erst einmal keine Arbeit, so dass ich mir nach dem Feierabend noch einiges vorgenommen hatte. Aus Verzweiflung über meine derzeitige Arbeitssituation, hatte ich mich dazu entschieden, meinen Lebenslauf auf den neusten Stand zu bringen und mich dann nach Jobs umzusehen. So holte ich mir abends noch einen großen Kaffee und dann ging es ran an den Speck! Bis spät in der Nacht arbeitete ich an meinen Bewerbungsunterlagen und sah mich nach Jobanzeigen um.

Für den darauffolgenden Tag hatte ich mir dann das Ziel gesetzt, so vielen potenziellen Stellen wie möglich meinen Lebenslauf vorbeizubringen. Es sollte jedoch ganz anders kommen. Denn früh um 6 wurde ich von meinem klingelnden Handy geweckt, Pristine hatte mir kurzfristig Arbeit gefunden. Ich stand also schnell auf, musste erst einmal zu mir kommen, machte mich fertig und halb 7 wurde ich vom Chef abgeholt um zur Baustelle in Richmond zu fahren.

Dort hieß es für mich wieder größtenteils Putzen und Müll wegschmeißen, doch der gewohnte Alltag wurde erheitert durch drei nette Kollegen, zwei Deutsche und ein Brasilianer, mit denen ich mich mittlerweile angefreundet habe. Meistens ist die Arbeit hier sogar richtig entspannt, mit vielen heimlichen Pausen zwischendrin. Gäbe es nicht den langen Arbeitsweg bis nach Richmond und das brutale zeitige Aufstehen um halb 6, wäre es ein richtig guter Job.

​Der zweite Tag auf der Baustelle war dann mein lang ersehnter 19. Geburtstag, wodurch ich nun auch endlich in ganz Kanada volljährig bin. Das habe ich am selben Tag auch gleich ausgenutzt und ging mit ein paar Freunden in einen Pub in Chinatown, wo wir bis um 1 feierten.

Am nächsten Tag hieß es dann leider wieder arbeiten, was mit nur 3 Stunden Schlaf nicht so angenehm war.

Auch am Samstag ging es wieder arbeiten und abends dann auf eine kleine Party am Strand trotz Regen.

Sonntag hatte ich zum Glück frei, war jedoch zeitig aufgestanden, denn ein Arbeitstag bei der Malerfirma war geplant. daraus wurde aber wieder einmal nix und so hatte ich Zeit, um einmal richtig auszuschlafen und dann einen ausgiebigen Spaziergang zu unternehmen.

Die nächste Woche war vollgepackt mit Arbeit bei Pristine und Unternehmungen mit meinen Kollegen nach der Arbeit. Wir waren unter anderem Sushi essen und auf einem kleinen Konzert mit Ramones- und Nirvana-Coverbands.

So neigte sich auch schon eine weitere Woche dem Ende zu und noch war ich völlig ahnungslos, wie stressig die nächste werden sollte.

 
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