Einige Ausflüge und der Einstieg ins WG-Leben
- canadaydream
- Sep 27, 2016
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Zu Anfang dieses Posts muss ich mich erst einmal entschuldigen, dass ich so lange nichts geschrieben habe. Meine Ausrede ist kombiniert aus Wlan-Problemen und dem typischen Zeitmangel. In diesem Post schildere ich nun meine Erlebnisse vom dritten bis siebten September. Ihr seht also, ich habe viel nachzuholen.
Wir waren noch zu Gast in der Airbnb in Richmond und hatten viel freie Zeit. So lernten wir beim gemütlichen Frühstück zwei andere Deutsche kennen, die gerade von Toronto, dem ersten Ziel auf ihrer Weltreise, kamen. Mit ihnen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Skytrain-Station, wofür man mehr als eine halbe Stunde braucht.

An der Station angekommen, leisteten wir uns eine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel, die in der billigsten Variante $91 kostet. Da wir einmal beim Geld ausgeben waren, gingen wir noch schön asiatisch essen: Mangohühnchen mit Knoblauchbrokkoli und Nudeln,bei dem mir zugegebenermaßen beim Schreiben dieses Blogposts noch das Wasser im Mund zusammen läuft.
Satt und zufrieden entschieden wir uns, gleich mal die überteuerte Monatskarte zum Einsatz zu bringen. So fuhren wir mit dem Bus zum Fisherman’s Wharf, einer kleinen Hafensiedlung im Süden Richmonds mit allerhand Cafes und Boutiquen. Zur Krönung wurde dort frischer Fisch und Meeresfrüchte direkt vom Boot verkauft, was dem ganzen einen mediterranen Stil verlieh.

Am nächsten Tag sollte auch gleich der nächste Ausflug folgen, diesmal ging es in den berühmten Stanley Park. Diese Berühmtheit kombiniert damit, dass Wochenende war, führte leider zur absoluten Übervölkerung des Parks, jedoch wie wir später bemerkten, nur an bestimmten Stellen wie der Seawall, die einen Rundweg am Rand des Parks entlang der Küste bildet oder auch an den sehr bekannten indianischen Totempfählen.
Auf dem Rückweg ging es durch den Wald und zum wunderschönen Blumengarten. So war ein ganzer Tag vergangen und wir hatten nur die Hälfte des Parks geschafft, denn er ist wirklich riesig. Ich habe außerdem tausende Fotos gemacht, weshalb es für euch hier nur einen kleinen Vorgeschmack geben wird, bis dann der Rest in einer Fotostrecke des gesamten Stanley Parks erscheint.
Nach all dieser Erholung ging es für mich nun aber ran an den Speck. Ich hatte eine Bewerbung inklusive erfolgreich bestandenem Safety Quiz an die Zeitarbeitsfirma Pristine Labour verschickt und wurde prompt am übernächsten Tag zum Bewerbungsgespräch eingeladen.
Zuerst aber galt es, den Einzug in die WG in der Nähe des bekannten Commercial Drive zu meistern. Hier bin ich nach all diesen Wochen immer noch und werde so schnell wahrscheinlich auch nicht weggehen, denn es gefällt mir richtig gut. Unsere Wohnung, die ich mir mit einer Kanadierin und einem Koreaner teile, ist richtig gemütlich und trotzdem zentral gelegen, mit vielen individuellen Läden und Leuten direkt um die Ecke.
Am Tag darauf folgte bereits das erwartete Bewerbungsgespräch, das jedoch sehr wenig von einem gewöhnlichen Gespräch hatte und größtenteils aus dem Ausfüllen von Dokumenten und dem Anschauen von Videos über die Sicherheitsvorkehrungen auf Baustellen bestand. Dort merkte ich dann plötzlich, dass meine Arbeitserlaubnis am Flughafen falsch ausgestellt wurde. Das war ein ganz schöner Schock, denn das würde bedeuten, dass ich bereits im April wieder ausreisen müsste! Verständlicherweise beendete ich den Tag mit sehr gemischten Gefühlen, einerseits erleichtert über die schnelle Jobzusage aber andererseits auch ratlos, wie ich das Problem mit der Arbeitserlaubnis lösen soll…